Inhaltliche Erläuterungen
 

Friedhofsbestand

In der Karte sind alle geöffneten und geschlossenen Berliner Friedhöfe nach Trägern einschließlich der drei großen sowjetischen Ehrenmale in Treptow, Schönholz und Tiergarten dargestellt.

Friedhöfe dienen der Bestattung der Verstorbenen und der Trauerbewältigung der Lebenden. Darüber hinaus werden sie als Orte der Ruhe, Erholung und Begegnung genutzt. Sie sind kulturelles Gedächtnis der Stadt und haben gleichzeitig besondere Bedeutung für die Artenvielfalt und das Stadtklima.

Von den insgesamt 220 Friedhöfen im Berliner Stadtgebiet sind 182 für Bestattungen geöffnet. 38 Friedhöfe sind bereits komplett geschlossen, d.h. es wird dort nicht mehr bestattet. Sie haben jedoch in der Regel den Friedhofscharakter bewahrt und sind noch als Friedhof gewidmet. Darüber hinaus befinden sich 4 Berliner Friedhöfe im Umland.

Die Friedhöfe in Berlin nehmen insgesamt eine Fläche von rund 1.110 ha ein.

Das Land Berlin verwaltet derzeit 86 Friedhöfe, davon zwei Friedhöfe im Berliner Umland. Rund 578 ha der landeseigenen Friedhöfe liegen im Berliner Stadtgebiet.

Die Verwaltung der landeseigenen Friedhöfe nehmen die Grünflächenämter der Bezirke bzw. die entsprechenden Fachbereiche der Bezirksämter als Aufgabe selbständig wahr.

Die übrigen Friedhöfe werden von den rechtlich selbstständigen Kirchengemeinden der verschiedenen Konfessionen betrieben. Die meisten konfessionellen Friedhöfe befinden sich im Eigentum der evangelischen Kirchengemeinden, die innerhalb Berlins 117 Friedhöfe mit insgesamt rund 425 ha unterhalten. Auch zwei Friedhöfe der Berliner evangelischen Kirche liegen im Umland.

Weiterhin gibt es 9 katholische Friedhöfe auf 48 ha Friedhofsfläche, 5 jüdische Friedhöfe und 5 sonstige Friedhöfe.